Bangkok – Thailand


      2 Kommentare       Daniel       AllgemeinReise-Berichte      


Bangkok Grand Palace

Bangkok

[Mathias] Auf unserer Reise nach Vietnam legen wir einen freiwilligen Stopp in Bangkok ein. Einerseits wollen wir die Stadt erleben und andererseits eine kleine Verschnaufpause vor Vietnam einlegen. Ach ja, die Flugpreise von Deutschland aus sind nach Bangkok sehr viel gĂŒnstiger als nach Hanoi. Hier als unsere knapp 3 Tage in Bangkok…

Unser Flug mit Emirates geht von MĂŒnchen mit dem A380 nach Dubai. Wir sind so zwei verwöhnte Burschen und fliegen natĂŒrlich nicht zum ersten Mal mit dem grĂ¶ĂŸten aller Vögel, und wir sammeln natĂŒrlich Meilen bei Emirates. 🙂 Flug dauerte knapp 6 Stunden und war sehr angenehm. Der Service ist sowieso immer top. Diesmal gab es Nachts wĂ€hrend des Fluges sogar Eis.

Tipp: Vor der Aufgabe des GepÀcks, solltest du dieses fotografieren, damit du im Verlustfall eine super Beschreibung abgeben kannst.

In Dubai haben wir dann knapp drei Stunden Aufenthalt. Die GrĂ¶ĂŸe und Weite diese Flughafens ist immer wieder beĂ€ngstigend (beeindruckend), aber zum GlĂŒck hatten wir keine weiten Fusswege (anders als Daniel beim letzten Mal).

Von Dubai wiederum 6 Stunden spÀter, mit relativ wenig Schlaf, kommen wir zur Mittagszeit in Bangkok am Flughafen an.

Ankunft in Bangkok

Den Schein fĂŒrs Visum haben wir bereits im Flugzeug erhalten und dort ausgefĂŒllt. Bei der Ankunft fĂ€llt uns auf, dass hier sehr große Angst vor Ebola herrscht. Diverse Warnschilder, Mundschutze und WĂ€rmebilkameras deuten darauf hin. Da wir diese Krankheit nicht haben, dĂŒrfen wir einreisen. Daniel hat bereits 100 Euro in Baht dabei, so dass das Geldwechseln zunĂ€chst entfallen kann. FĂŒr den Weg ins Hotel brauchen wir ca. eine Stunde und bekommen einen ersten Eindruck der 8 Millionen Metropole Bangkok. Dazu aber spĂ€ter mehr. Das Hotel ist nicht ganz einfach zu finden, befindet sich in einer dubios aussehenden Seitengasse, entpuppt sich aber als komplett richtige Wahl (Citypoint Hotel). Dort mĂŒssen wir dann erst mal kurz die Betten testen… nur ganz kurz. 🙂

One Night in Bankok (eigentlich zwei)

Dann sind wir noch durch die Strassen geschlendert, genau genommen die Sukhumvit Road entlang. Man merkt (leider) in der ganzen Stadt den Smog, das liegt am wirklich enormen Verkehr ĂŒberall, selbst in den noch so kleinen Gassen versuchen sich Autos, Taxis und Roller an den Menschen vorbei zu quetschen. Überall wohnen entweder Menschen, es wird etwas verkauft oder dort gekocht. Viele freie FlĂ€chen gibt es nicht wirklich. Wir finden dann ein optisch ansprechendes Lokal, in dem nur Asiaten sitzen, also gehen wir dort hinein. Die Speisekarte zeigt zum GlĂŒck auch Bilder der Gerichte an. Das Essen ist ganz gut, die beiliegenden Chili lassen wir lieber weg. Mit GetrĂ€nken bezahlen wir fĂŒr beide umgerechnet 6 Euro. Anschliessend haben wir uns noch etwas das Nachtleben angeschaut und gehen dann mĂŒde ins angenehme Bett.

Der nĂ€chste Tag startet mit dem guten FrĂŒhstĂŒck und dann hinaus in die SchwĂŒle der Stadt (ca. 32 Grad). Wir haben viel vor an diesem Tag, sozusagen „Bangkok in one day private tour“. 🙂 Wir fahren zum Fluss und fahren dort mit dem Expressboot. Eine interessante Erfahrung.

Grand Palace (Königspalast)

Dies ist angeblich die meistbesuchte Attraktion in ganz Thailand. Wir werden uns das dann ebenfalls mal anschauen. Der Palast ist mit dem Boot relativ gut erreichbar. Auf dem Fussweg dorthin beschwafelt uns noch so ein Typ, dass der Palast gerade wegen Gebetsruhe geschlossen ist und erst in wenigen Stunden wieder öffnet. NatĂŒrlich hat er auch alternative Tipps fĂŒr uns. Wir machen trotzdem unseren eigenen Weg und gehen weiter. Der Typ war, wie sich spĂ€ter herausstellt, ein dreister LĂŒgner, vor denen im Palast selbst ĂŒberall gewarnt wird. Der Grand Palace kostet 500 Baht Eintritt (12 Euro) und ist einfach riesig. Die FlĂ€che betrĂ€gt 218.000 qm und der Palast wurde 1782 erbaut.

Die Vielfalt an Farben und Details ist einfach ĂŒberwĂ€ltigend und fĂŒr jeden Fotografen wahrlich ein Paradies. Die Sonne spielt mit und das Gold funkelt und glitzert an so vielen Stellen, dass es schon fast an Reizuberflutung grenzt. In der Anlage selbst gibt es sehr viel zu sehen, zu bestaunen und zu begehen. Wir sehen ein Modell von Angkor Wat, den Smaragdbuddha (der eigentlich aus Jade ist), den goldenen Chedi (hat die Form eines Kegels) und tausende Verzierungen. In den Kapellen mĂŒssen immer die Schuhe und Socken ausgezogen werden. Dort ist das fotografieren jeweils auch verboten. Auch verboten ist es ĂŒbrigens die FĂŒĂŸe in die Richtung von Buddha zeigen zu lassen. Die FĂŒĂŸe sind das niedrigste Körperteil und deshalb wird dies als „SĂŒnde“ verstanden. Als eine Touristin unbeabsichtigt im Sitzen die FĂŒĂŸe nach vorne ausstreckt, kommt sofort ein Security vorbei und schimpft lautstark. Diese Touris immer. 🙂

Innerhalb der Mauern stehen an jedem Tor riesige DÀmonen, die die EingÀnge bewachen soll, sehr beeindruckend. Die dazugehörigen Museen und Regierungsgebaude lassen wir erst mal aus, da wir noch viel vor haben.

Hoffentlich können die Bilder die gigantische Stimmung gerecht ĂŒbertragen.

Wat Pho

[Daniel] Nach den ueberwaeltigenden Eindruecken vom Grand Palace, geht es gleich weiter zum naechsten Highlight Bangkoks, dem Wat Pho. Einem der bekanntesten buddhistischen Tempel Thailands. Ich spreche hier immer gerne von einer ganzen Tempelanlage, da es sich hier nicht nur um ein Gebaeude handelt sondern um mehrere, die von einer Mauer umgeben sind. Der Eingang ist hier eher unscheinbar, aber nachdem wir die 100 THB pro Person bezahlt hatten und durch die Eingangspforte durchgeschritten sind, wurden wir eines besseren belehrt. Die Gebaeude und Statuen mit ihren bunten Ziegeln und Mosaiken sind denen des Grand Palace sehr aehnlich. Allerdings gibt es im Wat Pho meiner Meinung nach mehr Brunnen-, Teich- bzw. Wasseranlagen im Freien, die wirklich sehr schoen mit Steinfiguren, Muehlenraedern und Pflanzen angelegt sind.

Das absolute Highlight des Tempels ist mit Sicherheit der 45m lange und 15m hohe, liegende Buddha, der ausserdem auch noch vergoldet ist und ueber Perlmutt-Einlegearbeiten an den Fusssohlen verfuegt. 😉 Ein wirkliches Prachtexemplar. Wirklich sehr beeindruckend, du kommst in diesen Raum herein und die Zeit scheint fuer einen Moment still zu stehen, du bist einfach ueberwaeltigt. Ausserdem frage ich mich immer noch, wie haben die diese Statue in dieses Gebauede geschafft? 😉 Die liegende Stellung des Buddha symbolisiert uebrigens, dass dieser gerade ins Nirwana hinuebergleitet.

Ein weiterer Grund das Wat Pho zu  besichtigen ist vielleicht die Massageschule, die dort ansaessig ist und die die renommierteste im ganzen Land ist. Hier gibt es traditionelle Thai-Massage, ohne sich Gedanken ueber eventuell nicht gewuenschte Dienstleistungen machen zu muessen. 😉

Ein Besuch des Wat Pho ist meiner Meinung nach ein absolutes Muss fuer einen jeden Bangkok-Besucher.

Wat Arun

[Mathias] Mit der FĂ€hre setzen wir fĂŒr 3 Baht (0,07 €) auf die andere Seite des Flusses ĂŒber, um zum Tempel der Morgenröte, dem Wat Arun zu gelangen. Schon aus der Ferne wirkt dieser Tempel besonders, da er einen riesigen Turm (prang) beinhaltet. Dieser hat keine so leuchtenden Farben, sondern weisst eher gedĂ€mpfte Farben auf. Dennoch ist er sehr reichlich mit Porzellan und buntem Glas verziert. Den 79m hohen Turm kann man ĂŒber sehr steile Stufen besteigen. Die Stufen sind wirklich steil und sehr schmal, der Schuh passt nicht komplett auf eine einzelne Stufe. Oben angekommen hat man einen tollen Blick ĂŒber die Anlage sowie die gesamte Stadt. Auch hier fĂ€llt der Smog wieder auf. An einigen TĂŒrmen sieht man GerĂŒste (keine deutsche Markenware) auf denen Arbeiter sitzen und die TĂŒrme restaurieren und mit winzig kleinen Details wieder aufbereiten. Der Abstieg bereitet einigen Leuten wirklich Bammel, die sich dann nicht nach unten trauen. Sieht aber auch wirklich steil aus. Wir meistern dies und halten uns nur noch kurz in der Anlage auf.

Mit der FĂ€hre setzen wir erneut ĂŒber und setzen uns direkt am Fluss in, nennen wir es einfach mal Restaurant. Deutsche Hygenie einfach mal kurz aus dem Kopf streichen und nicht in die KĂŒche blicken. 🙂 Das Essen war gut und gĂŒnstig, am Ende wurden wir noch dreist aufgefordert etwas in die Trinkgeldbox zu stecken, was solls.

China Town

[Daniel] Weiter ging es wieder mit dem Flusstaxi, um noch einen ersten Eindruck von Chinatown zu bekommen. Auch hier viele Menschen, Autos und Roller, einfach eine ganz andere Welt. Wir wollen noch einen bestimmten Tempel in Chinatown aufsuchen, weil dort angeblich Krokodile als Haustiere gehalten werden. Ich als Tierliebhaber kann das natuerlich nicht gut heissen, aber bevor ich urteile moechte ich mir erst einmal einen Ueberblick darueber verschaffen. Nach einer kurzen Suche haben wir die Tempelanlage dann gefunden, allerdings war hier im Vergleich zu den touristisch bekannten Tempeln einfach gar nichts los. In der gesamten Tempelanlage gibt es wohl mehr streunende Hunde als Menschen, also zumindest waehrend unserem Besuch. Das vermeintliche Krokodilgehege haben wir dann zwar ausgemacht, jedoch weit und breit keine Spur von Krokodilen. Lediglich eine Schildkroete und ein grosses Plastikkrokodil befinden sich im Gehege. 🙂 In den Tempel selbst sind wir nicht hinein, da wohl aktuell eine Messe (ob das wohl im Buddhismus auch so heisst?) stattfindet. Wir wollten einfach niemanden stoeren. Anschliessend sind wir noch in eine ganz bekannte Einkaufsstrasse von Chintown, die gefuehlt zwei Meter breit ist. Auch hier fahren die Roller munter auf und ab. Vermutlich sind wir schon etwas spaet dran, da die Staende/Laeden bereits zusammen packen. Schade, aber wir sind ja auch nicht zum Shoppen hier. 🙂

Abend Programm

[Mathias] Eine kurze Verschnaufpause und Dusche spĂ€ter, geht es weiter auf unserer Tour durch Bangkok. Mit diversen Metros fahren wir zum Baiyoke Sky Tower. Kurz beim freundlichen Inder um die Ecke zum Essen vorbeigeschaut, um dann den Tower in Angriff zu nehmen. Der Turm ist 309 m hoch und mit Abstand das höchste GebĂ€ude der Stadt (war sogar fĂŒr kurze Zeit einmal das höchste GebĂ€ude der Welt). Der Eintritt kostet 400 Baht (kein Vergleich zum Shard in London :-)) und beinhaltet ein GetrĂ€nk in der Skybar im 83. Stock des GebĂ€udes. Mit dem Aufzug geht’s bis zum Himmel, ok, dem 83. Stock und die letzte Etage legen wir zu Fuss zurĂŒck. Wir befinden uns im 84. Stock auf dem 360 Grad drehenden Skywalk. Die Aussicht ist echt toll und es ist hier oben immer noch angenehm warm. Die Weitsicht ist wieder durch den Smog etwas getrĂŒbt, aber dies ist schon meckern auf hohem Niveau. Die Stadt ist nett beleuchtet, aber auch einige Stellen bleiben dunkel (Vermutungen, dass dies alles Waffenfabriken sind, bleiben unbestĂ€tigt). In der Bar nehmen wir noch unsere GratisgetrĂ€nk zu uns. Der DJ Asia trifft nicht unseren Geschmack und so verlassen wir danach die Bar und stĂŒrzen uns hinaus in die Nacht.

 

2 thoughts on “Bangkok – Thailand”

  1. Marlies sagt:

    Buben, wo treibt ihr euch schon wieder rum?! Sieht hĂŒbsch aus bei euch, wie lang seid ihr diesmal unterwegs? Sehr geile Reise, ich erblasse vor Neid! Passt auf euch auf!

    1. Daniel sagt:

      Hallo Maedel :-), sind ueber einen kurzen Stopp-Over in Bangkok nach Vietnam gereist. Insgesamt sind wir dieses Mal vier Wochen unterwegs und reisen in Vietnam von Norden nach Sueden. Viele Gruesse Mathias und Daniel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

banner