Bocas del Toro (Panama) – Die Party-Hochburg in Panama


      Keine Kommentare       Mathias       AllgemeinPanamaReise-Berichte      


Heute mache ich mich auf in mein letztes Land dieser langen Reise. Dafür habe ich Panama gewählt. Mit dem Kanal, der faszinierenden Stadt, toller Natur und natürlich dem Tipp von Janosch, erwarte ich mir einiges für meine letzte Station. Die Grenze wird ganz stilecht passiert: zu Fuß. 🙂 Anschließend erwartet mich die Insel Bocas del Toro und das Partyleben!

Im Hostel habe ich mich zuletzt mit Thomas und Julia angefreundet. Die beiden wollen ebenfalls nach Panama und dann lag es nahe, dass wir uns zusammentun. Wir wollen aber nicht das „Händchen-halten-über-die-Grenzen-bringen“ Paket kaufen, deswegen machen wir es auf eigene Faust. Thomas und Julia waren in Costa Rica drei Wochen in der Sprachschule und sprechen bereits erstaunlich gutes Spanisch! So machen wir uns früh morgens auf und nehmen den lokalen Bus zur letzten Stadt nahe der Grenze zu Panama: Sixaola. Dort müssen wir in einer angrenzenden Apotheke die Gebühr für die Ausreise in Höhe von 7 Dollar bezahlen. Danach geht es endgültig zur Ausreise von Costa Rica. Hierfür müssen wir in einer längeren Schlange in der Sonne stehen und warten. Nachdem wir auch hier alles erledigt haben, machen wir uns zu Fuß auf in Richtung Panama. Die Grenze ist hier genau ein Fluss über den eine längere Brücke geht. Wir „laufen“ sozusagen in Panama ein. Hier müssen wir ebenfalls wieder die Grenzformalitäten erledigen. Für die Einreise braucht man hier bereits „irgendein“ Flugticket, das zeigt, dass man das Land auch wieder verlassen möchte. Ich habe mir ja tags zuvor noch einen Flug gebucht, so liegen hier keine Probleme vor.

Hallo Panama! Wir nehmen den Bus bzw. das private Shuttle nach Almirante. Dort angekommen besteigen wir das Boot, welches uns nach Bocas del Toro bringt. Dies ist die erste Station in Panama. Dabei handelt es sich um eine Stadt auf der kleinen Insel Colon im Norden des Landes. Die Provinz trägt übrigens den gleichen Namen und insgesamt sind dort sechs größere Inseln zu finden. Auf Deutsch würde die Gegend „Münder des Stieres“ heißen. Die Inseln sind bekannt für die tollen Strände und wilde Partys! Ich habe den Jackpot gewählt und mich wohl für das Party-Hostel schlechthin entschieden. Genau meine Welt. 🙂 Aus Freude darüber verringere ich meinen Aufenthalt beim Check-In gleich mal von 4 auf nur 3 Nächte.

Dank Thomas und Julia habe ich aber auf der Insel eine gute Zeit. Viele Fotos habe ich aber nicht gemacht. Die Insel ist echt im Partymodus unterwegs. Hier trifft man viele Leute, die nur kurz von den USA oder Kanada hierher geflogen sind, um eine oder zwei Wochen Party zu machen und dann wieder nach Hause fliegen. Das hatte ich so in meinen anderen Zielen nicht erlebt. Bocas del Toro scheint wohl sowas wie das Mallorca oder Ibiza der Amis und Kanadier zu sein.

Das Hostel Selina sieht optisch hübsch aus und auch die Lage ist nett. Es ist allerdings für meinen Geschmack zu groß und zu voll. Was solls. Bocas ist wieder eine sehr sichere Gegend, da hier Touristen ohne Ende sind und diese auch nachts durch die Straßen laufen (manche eher torkeln). Für den ersten Abend verabrede ich mich noch mit meinen zwei neuen Schweizer Freunden und wir erkunden etwas das Nachtleben. Das lokale Bier „Panama“ kostet hier zwei Dollar. Apropos Dollar, es wird einfach komplett alles in US Dollar bezahlt. Es gibt wohl eine lokale Währung, die ich aber außer Münzen während meiner Zeit in Panama nie sehen werde. Der Kurs ist sowieso 1:1. Generell sind die Preise hier wieder niedriger als in Costa Rica und es lässt sich „fair“ leben.

Heute steht der erste Strand zur Begutachtung an. Zu dritt machen wir uns auf zum Playa Estella. Dazu müssen wir den lokalen Mini-Bus alias Shuttle nehmen und zahlen beim Fahrer gleich für Hin- und Rückfahrt jeweils 5 USD. Es gibt auch die Möglichkeit mit dem Fahrrad dorthin zu fahren, was allerdings nicht empfohlen wird. Die Strecke beträgt 18km und ist sehr hügelig. Ich kann echt nur jedem vom Fahrrad abraten, zumal das Ausleihen eines Fahrrads mit durchschnittlich 7 Dollar wohl auch noch teurer ist. Der kleine Bus fährt uns in 40 Minuten nach Boca del Drago. Von dort müssen wir den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen. Die Wanderung zum Strand ist bereits ein Highlight. Wir laufen an Palmen, am Meer und an Mangroven vorbei. Einmal müssen wir einen kleinen Bach überqueren, wobei die Brücke nur ein einfacher Baumstamm mit Stange zum Festhalten ist. Sehr authentisch das Ganze. Nach einer halben Stunde sind wir dann auch am Strand. Der Strand ist sehr schmal, in etwa fünf Meter, dafür ist das Wasser klar und erfrischend. Es ist eine überschaubare Anzahl an Menschen hier. Für Essen und Trinken ist durch einige Bars und Restaurants gesorgt. Im Wasser gibt es Seesterne zu entdecken. Das Wetter ist heute etwas bewölkt, was es für uns angenehmer macht, für Fotos etwas schade ist. Trotzdem ist es richtig toll hier am Strand und die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Um 5 Uhr werden wir bereits wieder abgeholt und müssen zurück!

Ich lasse mich noch verhalten in das Partyleben des Hostels ein und eigentlich hat er es nicht verdient erwähnt zu werden, aber Nachts ist in meinem Zimmer ein richtiges Ar***! Er kommt richtig besoffen ins Zimmer, klettert irgendwie auf das obere Bett und schläft bereits nach Sekunden. Nachts gibt er immer wieder komische Geräusche von sich und ich wache auf. Ich sehe, wie er sich im Bett aufrichtet, dabei den Kopf an der Decke anhaut. Daraufhin liegt er sich wieder hin und möchte sich seitlich drehen. Das dies in einem Stockbett keine gute Idee ist, sollte klar sein. Also dreht er sich sprichwörtlich ins Nichts und fällt aus zwei Metern auf den harten Boden. Normale Leute hätten sich sicherlich was gebrochen, aber mit ihm ist das Glück aller Besoffenen und er gibt nur eine „oh my god“ von sich, als er am Boden liegt. Mitleid habe ich keines. Er rappelt sich auf und legt sich in das untere Bett. Etwas später kommen die beiden Kanadier (Besitzer der unteren Betten) ins Zimmer. Sie sind richtig angepisst und holen gleich den Rezeptionist und den Security. Der Trottel hat alle Sachen des unteren Bettes herausgeworfen und sich einfach auf die Brille gelegt. Die vier Leute versuchen ihn zu wecken. Er hat anschließend Probleme seinen Namen zu nennen und ohne Security hätten die Jungs sich sicherlich geschlagen. Hier geht’s zu! Jedenfalls wurde der Trottel irgendwas aus dem Zimmer gejagt und wir konnten endlich schlafen.

Die Nacht währt nur gar nicht so lange wie erhofft, denn der Trottel stürmt morgens ins Zimmer. Er vermisst seinen Geldbeutel. Mit dem Ausspruch „Ihr habt mich nachts geweckt, also wecke ich jetzt euch“, zeigt er seine rücksichtsvolle und verständnisvolle Amerikanische Art so richtig. Jedenfalls ist er sich natürlich keiner Schuld bewusst und findet irgendwann auch seinen Geldbeutel. Die beiden Kanadier haben sich bereits gestern schon viele Male bei mir entschuldigt und haben wenigstens anständige Manieren!

Der nächste Tag ist vermutlich meine letzte Gelegenheit, um an den Strand während meiner Reise zu gehen. So möchte ich eigentlich nochmals zu einer traumhaften Insel gehen und dort den Strand genießen. Aber, es kommt anders. Bereits nach dem Aufstehen ist mir klar, das ist heute keine so gute Idee, da das Wetter nicht mitspielen könnte. So funke ich noch kurz Thomas und Julia an, die mich dann in ihren Plan aufnehmen. So fahren wir mit der Fähre über das Wasser bis zur nächsten Insel. Dort laufen wir noch eine Weile am Strand entlang. Die Insel ist bekannt fürs Surfen. Wir beobachten einige Surfer. Der Strand ist leider für das Baden nicht gemacht, da sich viele Steine im Wasser befinden, was ziemlich gefährlich ist. Wir suchen uns einen schönen Platz und ich gehe ins Wasser. Der Platz ist ganz nett, aber kein Highlight mehr bei diesem Wetter. Es beginnt zu regnen und wir packen unsere Sachen wieder zusammen. Einige Minuten später sitzen wir im Restaurant und warten ab, wie sich das Wetter verhält. So sitzen wir dann mehrere Stunden im Restaurant, unterhalten uns gut und spielen Karten. Eigentlich die ideale Beschäftigung bei diesem Wetter. Gute Laune haben wir schließlich trotzdem. Später ziehen wir alle unsere Regenjacken an, eigentlich jeweils nur so ganz dünne Plastikfolien und wir haben zufällig alle drei unterschiedliche Farben. Die Einheimischen lachen jeweils, wenn sie uns drei so sehen. Wir müssen aber auch lachen. 🙂 Wir laufen zur Aqua Lounge. Das ist eigentlich ein Hostel, welches einen Sprungturm, ein Trampolin und eine Slack-Line über das Wasser zu bieten hat. Heute ist davon aber nichts in Benutzung, sondern nur der Bier-Pong Tisch ist sehr frequentiert. Wir haben im Hostel eine gute Zeit, nutzen die Happy Hour und essen auch. Spät abends nehmen wir wieder ein Boot, um auf die andere Seite zu kommen.

Im Hostel wartet wieder eine Überraschung auf mich. In meinem Zimmer sind meine Sachen nicht mehr. Zwei Betten sind frei, aber mein Zeug ist weg. Ich gehe zur Rezeption und rege mich auf. Ich muss mein Zimmer wechseln. Auch sehr nett, dass man mir das nicht gesagt hat und den Grund verstehe ich auch nicht bzw. wissen sie selbst nicht… Jedenfalls bekomme ich meinen Rucksack wieder. All mein Zeug, was auf dem Bett lag, bleibt erst mal noch verschwunden. Sie müssen es erst suchen, Telefonate führen, zum Nachbarn gehen und nach einer halben Stunde, habe ich mein restliches Zeug auch. Das ist echt kein guter Stil …

So, die Bilder sind diesmal etwas mau und bescheiden, sorry. Das junge Partyvolk zu fotografieren ist nicht meine Welt. 🙂

Meine nächste Station ist dann Boquete, im Hochland von Panama!

 


 

Englisch part:

 

Today I am on my way to my last country during my trip: Panama. I am here for the canal, some coffee tour and the capital Panama City.

With my new Swiss friends Thomas and Julia together we travel to Panama. You could book a shuttle directly to our next destination, but we want to do it on our own. First we take the bus to the last city in Costa Rica before the border, it is called Sixaola. This takes around 40 minutes and is quite easy. Thomas and Julia learned Spanish in a Spanish school in Costa Rica and their development is really impressive. So, we have to pay the exit fee and queue in the sun for a long time. After this, we are ready to leave lovely Costa Rica. The border to Panama is a bridge which crosses a huge river. This really feels like a border to another country. So we walk over the bridge straight into Panama! 🙂 There we have to pass the immigration process again, but it is quite routine for me now.

In Panama we want to go to Bocas del Toro. This is a nice little area which consists of six larger islands. Bocas del Toro is also the name of the “main town” on the island Colon, which is our destination. To reach this, we take the water taxi. The boat is quite fast and I have to keep my cap really tight. 🙂 Bocas is a party destination, hurray! My hostel is the main party hostel, even more hurray! After realizing this, I change my booking from 4 nights to just 3 nights. 🙂 But never the less, I had a good time in Bocas. Thanks to Thomas and Julia! 🙂

It is time to explore the island and discover some of the nice beaches. Therefore I take with Thomas and Julia the bus to Bocas del Drago, which is 40 minutes away on the other side of Colon. After leaving the bus we have to walk for half an hour to access Playa Estella. But the way there is just beautiful! We walk next to the sea and on the other side the rainforest with Mangroves, Palms and forest. The walk is really nice and the weather (cloudy) just suitable for this activity. The beach is nice but very narrow. If you are getting hungry, it is no problem, there are some restaurants here. Also some nice bars where we later purchase some fruit shakes. Chilling on the beach with some fruit shakes doesn’t feel so bad. 🙂

The next day could possibly be my last chance which the chance to go to the beach. I want to go to a really nice one. But, in the morning the weather looks really not so nice and it was too risky for me. So I ask what my friends Thomas and Julia were doing and join them. So we take the water taxi to the next island and have a look for the beach there. The island is nice and the water is great for surfing, not for swimming. So we walk along the beach and watch the surfers. The weather is getting worse, it starts raining. To we skip the chilling at the beach part and go to the nearby restaurant. We just want to wait till the rain stops, but we stay here for some hours. The time passes by while playing cards, reading travelbooks and having a good conversation. Thanks again to Thomas and Julia for the nice time.

I didn’t take lots of pictures, I wasn’t in the mood for, sorry about that. Image many parties, many drunken people and many teenagers. Not worth to take lots of pictures. 🙂

Bocas is the perfect place if you are into parties, drinking and many “young” people. I had a good time, but for sure this was not my best place!

 

 

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