Liechtenstein


      Keine Kommentare       Daniel       AllgemeinReise-Berichte      


Dieses Mal stand ein Wochenend-Kurztrip nach Liechtenstein auf unserem Reiseplan. Warum ausgerechnet Liechtenstein? Ganz einfach, da wir beide aus dem Süden Deutschlands kommen ist Liechtenstein recht gut per Auto zu erreichen und somit ausgezeichnet geeignet für einen Kurztrip. Außerdem ist das Fürstentum Liechtenstein ein eigenständiger Staat, in dem noch keiner von uns war. Schließlich ist es doch immer interessanter in Staaten und Länder zu reisen, die zuvor noch nicht bereist wurden. Für jeden der es nicht weiß, Liechtenstein liegt etwas südlich des Bodensees und wird von Österreich und der Schweiz umschlossen. Das Fürstentum ist lediglich 160km² klein und beheimatet ca. 37000 Einwohner. Offizielle Währung sind die Schweizer Franken, allerdings ist es in der Regel auch überall möglich mit Euros zu bezahlen.

So nun aber zu der Frage, weshalb man denn nach Liechtenstein reisen sollte? Was kann man dort denn überhaupt alles machen? Dazu möchte ich nur folgendes sagen: Ungefähr die Hälfte des liechtensteinischen Staatsgebietes ist Gebirge. Daraus resultierend gibt es dort insgesamt 32 Berge mit einer Höhe von mindestens 2000 Metern. D.h. also, wer im Urlaub oder auf Reisen gerne aktiv unterwegs ist, der ist in Liechtenstein genau richtig. Vom Mountainbiken bzw. Radfahren über Wandern und Klettern bis hin zum Skifahren/Snowboarden und Langlaufen ist im Fürstentum alles möglich. Da wir Anfang Oktober dort hingereist sind, wollten wir Wandern oder Mountainbiken, da zu dieser Jahreszeit in der Regel noch kein Schnee liegt. Wir hatten uns nicht im Voraus darauf festgelegt, sondern wollten spontan entscheiden, was wir letztendlich machen.

Nachdem ich meiner Ansicht nach jetzt genug über Fürstentum und dortige Aktivitäten erzählt habe, möchte ich nun zum eigentlichen Bericht kommen und endlich erzählen, was wir dort erlebt haben. Wir schreiben den 04.10.2014:
Früh morgens ging es mit dem Auto los in Richtung Liechtenstein. Zu diesem Zeitpunkt war das Wetter jedoch alles andere als heiter. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und wir hatten schließlich noch eine ca. zweistündige Autofahrt vor uns. Konnten somit vielleicht dem schlechten Wetter davonfahren. In Liechtenstein angekommen war das Wetter tatsächlich etwas besser, aber im besten Fall als wechselhaft und durchwachsen zu bezeichnen. In Vaduz, der Hauptstadt des Fürstentums, sind wir dann erstmal durch die Fußgängerzone geschlendert, haben uns einen Kaffee gegönnt und das Touristenzentrum besucht. Nachdem wir leider feststellen mussten, dass der Fahrradverleih geschlossen hatte, haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, wandern zu gehen. Zuerst sind wir aber im Hotel eingecheckt, welches in Malbun, einem Teilort der Gemeinde Triesenberg, angesiedelt ist. Die Wanderung, für die wir uns letztendlich entschieden hatten, begann quasi direkt vor der Hoteltür. Dort befindet sich nämlich ein Sessellift, der uns auf über 2000m gebracht hat. Und ja, wir hätten auch laufen können, anstatt mit dem Lift zu fahren. J Allerdings war die Mittagszeit schon angebrochen und es handelte sich um eine Wanderung mit einer reinen Gehzeit von 4 Stunden und 40 Minuten ab der Bergstation des Lifts. Der Lift überbrückt ca. 400 Höhenmeter in wenigen Minuten, weshalb wir uns auch für den Lift entschieden haben.

Bei der Wanderung handelte es sich um eine wirklich schöne Gratwanderung auf dem Fürstin-Gina-Weg zur Pfälzerhütte an der österreichisch-liechtensteinischen Grenze entlang. Das Wetter spielte soweit auch mit. Es hat die ganze Wanderung über nicht mehr geregnet, allerdings war es anfangs sehr trübe und neblig. Aber wieder einmal wurden wir dafür belohnt uns für eine Wanderung entschieden zu haben. Als wir die Pfälzerhütte passiert hatten, riss der Himmel urplötzlich auf und segnete unseren restlichen Rückweg nach Malbun mit warmen Sonnenstrahlen und wundervollen Aussichten.

Letztendlich ist festzuhalten, dass Liechtenstein definitiv sehenswert ist. Und das nicht nur wegen der vielen sportlichen Möglichkeiten, sondern auch wegen der kulturellen Sehenswürdigkeiten. Beispielsweise kann das Schloss Vaduz oder das Kunstmuseum Liechtenstein besichtigt werden. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass Liechtenstein in Bezug auf Essen, Trinken und Übernachten nicht gerade günstig ist. Wer also nur in den Alpen wandern gehen möchte, kann das auch günstiger.

Anmerkung Mathias:
Liechtenstein, check! Wieder ein Land auf der Liste abgehakt. Das war für uns beide die erste Reise mit dem Auto in ein anderes Land. Dies haben wir bewusst gewählt, um auch mal die nähere Umgebung etwas kennen zu lernen. Da fehlen uns nämlich noch einige Länder. Kurz nach der Ankunft, musste ich leider feststellen, dass ich meine Kamera zu Hause zwar bereit gelegt hatte, allerdings nicht in den Koffer gesteckt habe. Ach menno… Zum Glück hat Daniel eine gute Handykamera so hat sich das Übel in Grenzen gehalten.
Ich fand das Wochenende in Liechtenstein sehr schön. Es ist gefühlt sehr familiär im beschaulichen kleinen Liechtenstein. Trotzdem ist es nicht zu verachten. Die Natur (vornehmlich Berge, hat Daniel schon gesagt) ist sehr schön. Liechtenstein tut etwas für den Tourismus und die Wanderungen waren sehr gut beschildert und das Niveau war genau richtig für uns. Etwas Risiko bei der Wanderung, nicht zu einfach, eine tolle Aussicht und eine gute Länge. Eigentlich alles optimal. Auch das Hotel war vom Preis-Leistungs-Verhältnis sehr schön. Bei der kurzen Anfahrt (von ca. 2 h) ist Liechtenstein auch, wenn wir nur für ein Wochenende dort waren, auf jeden Fall einen Trip wert. Preislich ist es kein Schnäppchen, aber dafür spart man sich den Flug. 🙂

Wie hast du das kleine Liechtenstein erlebt?

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