Dubai – Die Stadt der Superlative


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Burj Khalifa

Lange haben wir ĂŒberlegt, wohin wir in diesem Jahr aufbrechen sollen. Irgendwann haben wir uns dann doch entschieden, die Ziele fĂŒr unser Abenteuer 2015 sind: Dubai und Oman. Was wird dort anstreben, warum wir ausgerechnet dorthin gehen und was denn „Oman“ so genau ist, berichten wir in der nĂ€chsten Zeit. 🙂

Wir buchen den Flug bei der besten Airline 2015: Qatar Airways. Wir haben in MĂŒnchen noch technische Probleme und fliegen eine Stunde spĂ€ter ab. Dies fĂŒhrt dazu, dass wir in Doha landen, als wir eigentlich schon im nĂ€chsten Flieger nach Dubai sitzen sollen. Wie geht es nun weiter? Die Frage nehmen uns die Mitarbeiter von Qatar Airways ab und tauschen unser Ticket um und wir fliegen eine Stunde spĂ€ter mit dem nĂ€chsten Flieger. Alles kein Problem, das Abenteuer beginnt schon frĂŒh. 🙂

Welcome to Dubai

Wir sind in Dubai, der Stadt der Superlative. Hier ist so gut wie alles grĂ¶ĂŸer, besser, teurer und höher als anderswo auf der Welt. Das wollen wir einfach einmal selbst erleben und schnuppern hinein in diese „andere“ Welt.
Am ersten kompletten Tag in Dubai erkunden wir die Stadt mit dem Bus. Bereits gebucht haben wir die Big Bus Tour im Internet und dadurch 25 % gespart. Mit dem Bus erleben wir einiges, es können verschiedene Routen befahren werden, wir bekommen gratis Wasser und sonstige gratis Eintritte oder VergĂŒnstigungen.

Eines der ersten Highlights fĂŒr uns ist das Atlantis Hotel auf der Palme. Das GebĂ€ude ist beeindruckend und soll an die sagenumwobene Stadt Atlantis erinnern. In der Mitte des Hotels ist eine LĂŒcke in der Form eines orientalischen Turms. Gigantisch!
Im Hotel bzw. der Anlage ist ein riesiges Aquarium, wofĂŒr wir Eintrittskarten haben. Das Timing ist perfekt, wir kommen rechtzeitig zur Show. Bei dieser befinden sich Taucher im Becken und fĂŒttern die Fische aus der Hand. Die dutzenden Rochen sind richtig gierig und bekommen das Futter direkt ins Maul gestopft. Im Aquarium rĂŒhrt sich so einiges. Der Besuch ist sehr gelungen, obwohl wir das Ganze uns normal lieber live im Meer anschauen wĂŒrden.

[Daniel]
Wir wechseln den Bus und machen die Palm Jameirah Tour. Dabei fahren wir nur auf der Palme umher und bekommen Informationen zu diesem bizarren und dekadenten Projekt. Überall stehen Villen und Luxushotels, ĂŒberall entstehen noch weitere Protzbauten. Die Palme wurde einfach im Nichts aufgeschĂŒttet und mit diversen Methoden anschließend stabilisiert. Sie scheint außerdem sehr gut bei Investoren und GĂ€sten anzukommen, da bereits eine weitere kĂŒnstlich angelegte Palme in der Entstehung ist. Diese wird den Namen Palm Jebel Ali erhalten und 50% grĂ¶ĂŸer als Palm Jameirah werden. Anscheinend macht es einfach Spaß Sand im Meer aufzuhĂ€ufen. 🙂 Nebenbei bemerkt sind beide Palmen aus dem All zu sehen.

Nach dieser sehr abstrakten, aber auch sehr interessanten Erfahrung haben wir uns zur Dubai Mall aufgemacht, einem riesigen Einkaufscenter. Ja sogar eines der grĂ¶ĂŸten weltweit. Wer hĂ€tte es gedacht. 😀 Hier gibt es nicht nur unzĂ€hlige EinkaufslĂ€den fĂŒr nahezu jeden Bedarf, ausgenommen vielleicht Second-Hand-Ware, sondern auch ein riesiges Aquarium mit begehbarem 270-Grad-Glastunnel, ein mega Indoor-Wasserfall und der Dubai Fountain, eine gigantische Springbrunnenanlage mit Blick auf den Burj Khalifa, das derzeit höchste GebĂ€ude der Welt (828m). Da wir eh schon vor Ort waren haben wir es uns nicht nehmen lassen einer Springbrunnen-Show beizuwohnen und anschließend noch ein paar Nachtfotos vom Burj Khalifa zu machen. Sagenhaft!

[Mathias]
WĂŒrde man Musik zu diesem Artikel hinterlegen, wĂŒrde ich mich fĂŒr „The worlds greatest“ von R. Kelly entscheiden. Bei nahezu jeder ErklĂ€rung im Bus kommt die ErgĂ€nzung „weltweit das grĂ¶ĂŸte… / höchste / teuerste …“. Bei Ă€lteren GebĂ€uden wird noch um den Zusatz „bei seiner Fertigstellung“ oder „wĂ€hrend des Baus“. Irgendwie ist das schon eine besondere Welt. A pro pos Welt, derzeit werden vor der KĂŒste wieder neue Inseln in der Form der Weltkarte aufgeschĂŒttet. Die einzelnen LĂ€nder / Inseln stehen dann zum Verkauf. Wer also Interesse hat…

Burj Khalifa – Höher gibt’s nicht

Das nĂ€chste Highlight ist aber auch fĂŒr uns einmalig. Wir gehen auf den Burj Khalifa. Beim Weg dorthin fahren wir mit der Dubai Metro. Diese ist ohne Fahrer und damit die lĂ€ngste fĂŒhrerlose Bahn der Welt. 🙂 Der erste Wagen ist die Gold-Klasse, also sowas wie die erste Klasse, hierfĂŒr braucht man besondere Tickets. Im nĂ€chsten Wagen dĂŒrfen nur Frauen oder Kinder. Wir reihen uns zu den anderen MĂ€nnern weiter hinten ein. Im Wagen dann sehen wir die getrennten Geschlechter auch sauber getrennt. MĂ€nner im Frauen-Abteil mĂŒssen Strafe zahlen.
Mit dem Aufzug im Burj Khalifa fahren wir innerhalb einer Minute in den 124. Stock. Die Aussicht ist phĂ€nomenal. Wir sehen die anderen riesigen HochhĂ€user, die plötzlich nicht mehr so hoch sind. Außerdem sehen wir das Meer, vereinzelte GrĂŒnflĂ€chen und noch viel WĂŒste. Die Einheimischen freuen sich darĂŒber bestimmt, so kann in Sim-City Dubai noch mehr gebaut werden. Hier spielen sie bestimmt mit Cheats. 🙂 Tipp: Geht zur Morgenzeit auf den Burj Khalifa und bucht das Ticket im Internet bereits im Voraus. Wir waren um 10.30 Uhr, das war gut. Die Tour um 11 Uhr war voll gebucht und dann wird es schon bisschen eng.

Der Strand und die Malls

Wieder zurĂŒck in der Dubai Mall checken wir kurz das Preisniveau anhand von uns bekannten Adidas und Nike Preisen. Die Preise hier sind so ca. mit dem Faktor 1,3 multipliziert. Also etwas teurer, aber noch bezahlbar, wenn man tatsĂ€chlich Klamotten oder Schuhe möchte. Innerhalb der Mall befindet sich auch eine EislaufflĂ€che, auf der die Leute mehr schlecht als recht ĂŒber das Eis rutschen. Vermutlich ist das fĂŒr viele eine neue Welt. 🙂

Als NĂ€chstes fahren wir mit dem Bus an den Strand, sozusagen Public Beach. Der Sand ist fein, weich und hat eine schöne Farbe. Es ist aber sehr windig und nur T-Shirt-warm, also gehen nur unsere FĂŒĂŸe baden. Im Hintergrund sehen wir das Burj Al Arab. Die Form soll an das Segel eines klassischen Schiffs, namens Dhau, erinnern. Das Hotel wird mit 7-Sternen beworben, obwohl eigentlich maximal 5-Sterne zu vergeben sind. Bucht man hier eine Suite, wird man direkt vom Flughafen mit dem Helikopter abgeholt. Da ich schon mal mit einem Heli geflogen bin, haben wir uns fĂŒr ein anderes Hotel entschieden. 🙂

Die Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate enthĂ€lt die Farben schwarz, rot, grĂŒn und weiß. Dabei steht die Farbe Schwarz fĂŒr das Öl, Weiß fĂŒr den Frieden, Rot fĂŒr Sicherheit und GrĂŒn fĂŒr Wohlstand. Wir interpretieren es inoffiziell so: Öl ist die Grundlage fĂŒr alles hier, deswegen ist es in der Flagge als Basis unten angeordnet. Darauf baut der Frieden auf und es entsteht Wohlstand ĂŒber alle / die Oberschicht. Das ganze Konstrukt soll möglichst lange so bleiben, deswegen wird ĂŒbergreifend Sicherheit benötigt.

Mit der nĂ€chsten Bustour fahren wir nach Marina, dort befindet sich der Hafen, die Promenade und die höchste Wolkenkratzerdichte weltweit. In den letzten zehn Jahren sind dort ĂŒber 300 HochhĂ€user entstanden. Vor mehr als zehn Jahren wĂ€ren wir hier noch durch die WĂŒste gefahren. Das ist einfach verrĂŒckt!

Wir steigen dann noch an der Mall of the Emirates aus. Einem, wer hĂ€tte es gedacht, riesigen Einkaufszentrum. Darin befindet sich Ski Dubai, die weltweit grĂ¶ĂŸte Skihalle. Die Abfahrten sind bis zu 400m lang lang und haben ein GefĂ€lle von 80m. Das ist fĂŒr uns wieder eine verkehrte Welt. Die Kleidung wird darin gestellt. Wir sehen also lauter gleich aussehende Leute, die mit Ski oder Snowboard den Berg herunterfahren und den Sessellift wieder nach oben. Nebenan rutschen Kinder mit Schlitten eine kleine Eisrinne herunter. Die Eltern sitzen in der HĂŒtte St. Moritz. Wir beobachten das ganze Spektakel durch eine Glaswand getrennt in T-Shirts.

Damit gehen unsere ersten zwei Tage am Rande des GrĂ¶ĂŸenwahns vorbei. 🙂

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