Nha Trang – Little Russia in Vietnam


      Keine Kommentare       Mathias       AllgemeinVietnam      


Nha Trang Beach

Wir legen Station in Nha Trang, direkt an der KĂĽste gelegen, ein. Die minimale Durchschnittstemperatur im ganzen Jahr liegt hier bei 22 Grad. Klima ist also sehr warm, es gibt Strand, direkten Zugang zum Meer und jede Menge Russen.

Wir steigen in Da Nang wieder in den Nachtzug ein und sind schon voller Vorfreude auf die Betten. Der Zug ist diesmal ein etwas anderes (schlechteres) Modell als bei unserer letzten Fahrt. Da wir erst um 22.47 Uhr losfahren, passiert nicht mehr viel. Wir teilen uns das Abteil mit zwei vietnamesischen älteren Frauen und wechseln während der Fahrt nicht ein gemeinsames Wort. Die Nacht ist holprig, bisschen laut, aber ok. Wir beschweren uns nicht. Als wir am nächsten Morgen pünktlich um 8.27 Uhr in Nha Trang ankommen, wird uns eines sofort bewusst: Die Jacken können wir wieder tief im Rucksack vergraben. 🙂

Das Hotel ist bisher unsere schlechteste Wahl, spielt aber bei 12 Euro fürs Doppelzimmer keine Rolle. Den Nachmittag verbringen wir ehrlicherweise mit Nichts-Tun am Strand. Obwohl wir beide keine klassischen Strandgänger und Sonnenanbeter sind, geniessen wir die Idylle unter Kokospalmen im Schatten im Sand zu liegen und das Meer zu beobachten. Dreht man den Blick in die entgegengesetzte Richtigung, sieht man viele Hotels in die Höhe ragen und wird sehr stark an Pauschaltourismus erinnert.

Das Meer selbst ist bestens temperiert und die Wellen sind sehr gross. Die Zeit im Meer ist einfach toll. Wir schwimmen ein bisschen und lassen uns von den großen Wellen richtig zerbröseln, keine Chance beim Brechen der Wellen stehen zu bleiben. Nach ein paar Saltos unter Wasser, kommt man irgendwo wieder zu stehen. Macht total Spaß, nicht nur uns. Dabei entstehen auch ein paar lustige Bilder. 🙂

Die ganze Stadt wird sehr von Väterchen Russland regiert. Von Moskau gibt es Direktflüge hierher, die meisten Ladenschilder sind direkt auf russisch anstatt englisch und die Speisekarten gibts auch in russisch. Da die meisten Russen Geld haben bzw. ausgeben, ist die Stadt im Vergleich mit dem restlichen Vietnam sehr teuer. So zahlten wir beispielsweise für ein kleines Frühstück hier mehr als an anderen Orten für ein ordentliches Abendessen. Die Vietnamesen sind fast überall vermummt und fahren mit Handschuhen Roller, um sich vor der Sonne zu schützen, während am Strand viele runde (russische) Bäuche schon rot in der Sonne glänzen. Komische Gegensätze.

Abends gehen wir noch an der Strandpromenade bei immer noch sehr warmen Temperaturen spazieren und geniessen das Lüftchen vom Meer. Der Nachtmarkt bietet nichts besonderes, aber ist nett anzuschauen. Am nächsten Tag stelle ich mir extra um 8 Uhr den Wecker und gehe an der Strandpromenade zum Joggen. Sehr vorbildlich. Nach einem Frühstück und einer kurzen Ruhepause holt uns der Bus ab, der uns nach Dalat bringt.

Für einen Tag können wir uns mit der Stadt durchaus arrangieren. Das Meer und der Strand sind nicht schlecht und entschädigen etwas. Allerdings muss man sagen, dass es sich hier nicht wie in Vietnam anfühlt, sondern eher wie in Europa oder einem russisch geprägten Bibione. Preise sind relativ hoch.

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